Nach der Krise ist vor der Krise

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Während die Pandemie weiter andauert und der Versuch der Verringerung von Infektions­zahlen weiter die Schlag­zeilen und Talk-Shows dominiert, wächst auch die Diskussion über die Folgen für die Wirtschaft. Welche Zustände hat die Krise verursacht? Welche eventuell nur beschleunigt? Versäumnisse bei der Digitalisierung von Geschäftsmodellen und der Steigerung der Innovationskraft von Unternehmen werden durch die Corona-Krise offensichtlich. Wer seine Produkte und Dienstleistungen nicht digital an den Kunden anbieten kann, hat ernsthafte Schwier­ig­keiten. Auf die Schnelle wurde Onlineshops und andere digitale Aktivitäten gestartet. Inwieweit diese Maßnahmen erfolgreich und von Dauer sind bleibt abzu­warten.

Wir können davon ausgehen, dass es nach der Pandemie lange dauern wird, bis die Wirtschaft überhaupt wieder das Vorkrisen­niveau erreichen wird. Ganz abgesehen von der Beseitigung Schäden durch die Pandemie ist zu bedenken, dass die deutsche Wirtschaftsmotor schon im Verlauf des Jahres 2018 ins Stottern geraten ist. Hinzu kommt, wenn Unterstützungs­zahlungen und Kurz­arbeiter­geld aus­laufen, muss das eigene Geschäftsmodell wieder für Umsätze sorgen. Dann werden sich manche Unternehmen einem geändertem Kundenverhalten und veränderten Strukturen in ihren Märkten gegenübersehen.

Damit noch nicht genug der Problembereiche. Die Folgen der Hilfsprogramme der Regier­ung(en) und die Maßnahmen der Euro­päischen Zentralbank bergen die Gefahr mittel- bis langfristig in eine neue Krise führen. Alles in allem lässt sich festhalten: Der Beschleunigungseffekt der Krise und die steigende Komplexität des Unternehmens­umfelds erhöhen weiter den Anpassungs- oder Veränderungsdruck auf die Unter­nehmen.

Unternehmen sei daher angeraten aus einer gründlichen Analyse der Situation Maßn­ahmen ableiten, die sie für die Zukunft stärken und für die nächste Krise wappnen.

Die Pandemie und ihre Folgen für die Unternehmen

Corona hat die Gesellschaft und damit auch die Wirtschaft fest im Griff. Man kann zu den verordneten Einschränkungen und Maß­nahmen zur Pandemie­bekämpfung kritisch gegenüberstehen oder sie weitestgehend gutheißen. An der aktuellen Situation und den Folgen ändert das nichts. Es ist abzusehen, dass auf kurz oder lang die Corona-Pandemie als Krisenauslöser an Bedeutung verlieren wird.

Viele Unternehmen haben sich in der Pandemie schnell angepasst und so den Betrieb aufrechterhalten. Aus der Krise ist fast schon eine neue Normalität geworden. Eine Reihe der getroffenen Maßnahmen und Anpassungen werden weiter bestehen bleiben. Als Beispiel sei hier nur das Thema „Homeoffice“ genannt.  Wer sich bereits in der Vergangenheit mit agilen Konzepten im Projektmanagement und neuen Formen der Zusammenarbeit ausein­andergesetzt hatte, war klar im Vorteil. Flexibilität und schnelle Ergebnisse verbessern grundsätzlich die Reaktionsgeschwindigkeit auf geänderte Verhältnisse oder Anforderungen.

Denn das Umfeld war schon vor der Pandemie herausfordernd. Themen wie Digitalisierung, Klimaschutz und Global­isierung müssen für einen langfristigen Erfolg in Kombination angegangen werden.

Die Gunst der Stunde nutzen und aus der Not eine Tugend machen

Die nächste Krise kommt bestimmt! Die Ausarbeitung eines Notfall-Plans ist sicher nicht verkehrt. Besonders, solange die Eindrücke dessen, was gut und was weniger gut funktioniert hat noch frisch sind.

Schon in der Vergangenheit waren Krisen eine gute Gelegenheit, um Veränderungen anzustoßen. Vieles was sich vor der Krise nicht realisieren ließ, sollte unter dem Eindruck und den Erfahrungen der vergangenen Monate nochmals betrachtet und angegangen werden. Das gilt besonders für Dinge, die in den „guten Zeiten“ nicht durchsetzbar waren. So kann zum Beispiel jetzt die Digitalisierung eines Unternehmens mit weniger Widerständen und damit schneller umgesetzt werden. Eventuell notwendige, radikale Strategiewechsel sind ebenfalls leichter möglich. Mehr vom selben ist nicht das Gebot der Stunde.

Finanziell gut aufgestellten Unternehmen bietet sich zudem die Möglichkeit in das eigene Wachstum zu investieren und gegebenenfalls eine bevorstehende Marktkonsolidierung in der eigenen Branche für M&A zu nutzen.

Abgesehen von schwer vorhersagbaren Ereignissen wie der aktuellen Pandemie, werden Unternehmen in den kommenden Jahren, durch die fortschreitende Digitale Transformation der Wirtschaft umfassende Veränderungen erleben. Unternehmen sind also gut beraten eine zukunftsfähige Organisation zu entwickeln.